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Wir haben es geschafft

Vivien
"Heute bin ich 22 Jahre alt. Früher ging ich zur Albert-Schweitzer-Schule. Als ich 15 Jahre alt war, ist mein Bruder bei einem Unfall gestorben. Das war für mich das Schlimmste was passieren konnte. Der Schock war so groß, dass ich alle Schulleistungen verweigerte, nur mit dem Kopf auf dem Tisch lag und mir den Anorak drüber zog. Meine Lehrerin informierte die Kunsttherapeutin, die mich dann sehr oft aus der Klasse holte, um mit mir zu sprechen und zu malen. Bei den ersten Sitzungen konnte ich nur weinen und schluchzen. Später malte ich mir in hunderten von Bildern meine Wut und meine Trauer von der Seele und sprach mit der Kunsttherapeutin über alles, was mich belastete, auch über meine Alpträume und Schuldgefühle. Diese Beziehung half mir, das Schreckliche in meinem Leben zu überstehen. Ich konnte meinen Schulabschluss machen und entschied mich dann für eine Ausbildung zur Köchin, die ich erfolgreich abschloss. Heute lebe ich in einer eigenen Wohnung und habe eine Arbeitsstelle gefunden. Ich weiß wirklich nicht, was ohne die Kunsttherapie aus mir geworden wäre."

Daniel
"Ich kam im Jahr 2002 in die zweite Klasse der Albert-Schweitzer-Schule. Es fiel mir sehr schwer in der Schule ruhig zu sitzen und aufzupassen. Es gab immer wieder Ärger mit Lehrern und Mitschülern, weil ich mich angeblich nicht an die Regeln hielt und immer wieder wütend und ärgerlich wurde. Dann packte ich schon mal jemanden an der Gurgel oder trat ihn ein bisschen. Als ich wütend war habe ich auch einmal an die Toilettenwand gepinkelt. Es war wirklich nicht immer leicht mit mir. Aber in der Metallwerkstatt der Albert-Schweitzer-Schule habe ich bei Herrn Blechinger gelernt wie man Metall bearbeitet und wie man schweißt. Wir haben einen alten Bus restauriert und richtige Metallkunstwerke hergestellt. Auch den Schulgrill haben wir angefertigt. Ich habe einen Lehrvertrag bekommen und beginne jetzt die dreijährige Ausbildung zum Anlagemechaniker."

Sabine
"Bevor ich in die vierte Klasse der Albert-Schweitzer-Schule wechselte, wollte ich in der Grundschule von allen in Ruhe gelassen werden. Ich hatte keine Lust mehr zu antworten oder mich anzustrengen. Dem Druck dort war ich einfach nicht mehr gewachsen. Ich wollte gut sein, wurde aber immer von den anderen gehänselt und verlacht. Oft kam ich dann weinend heim, wollte aber niemandem etwas erzählen. Die Last war wahnsinnig groß. Damals machte mir die Schule überhaupt keinen Spaß mehr. Zuerst waren es meine Eltern, die nach dem Schulwechsel eine grundlegende Veränderung bei mir bemerkten. Ich verhielt mich entspannter, konnte wieder lachen und ging plötzlich wieder gerne zur Schule. Durch den Praxistag, der ab der siebten Klasse angeboten wurde, bekam ich Einblick in eine Bäckerei. Dort entdeckte ich meinen Traumberuf: Konditorin. Ich bin jetzt im zweiten Jahr meiner Ausbildung, die insgesamt drei Jahre dauert und es macht mir viel Spaß. Ohne die Hilfe der Schule und die Unterstützung der Lehrer hätte ich das so einfach nicht geschafft."

Alle Namen geändert

 
 
 
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